Lass‘ die Sonne rein!! Warum sie gut tut und wie wir uns richtig schützen

Heute reden wir über’s Wetter! Ok…zumindest ein bisschen. Ich find’s richtig toll im Moment. Ich liebe alle Übergangszeiten, für mich könnte das ganze Jahr Frühling sein. Die Sonne lässt sich wieder schön lange blicken, sie erweckt unsere Lebensgeister, wir werden aktiver. Frühling ist die Zeit der Frühlingsgefühle, alles wächst und blüht. Aber…Frühling ist auch oft die Zeit des ersten Sonnenbrandes. 

Wusstest du dass die Sonne im April so hoch steht wie im August? Die volle Höhe und Kraft erreicht sie dann zur Sommersonnenwende im Juni. Sie ist also auch jetzt schon nicht zu unterschätzen.

Es gab schon Zeiten, da wurde die Sonne verteufelt. Geht bloß nicht ohne Sonnenschutz raus!! Vorsicht vor Hautkrebs!! Usw. Doch mittlerweile ist man draufgekommen, dass die Sonne uns auch gut tut, ja, sogar lebensnotwendig ist.


Sonne tut uns gut!

Die Sonne liefert uns viele Vorteile, zum Beispiel regt sie die Serotoninproduktion im Körper an. Serotonin ist unser Glückshormon und sorgt somit für gute Laune! Du kennst das sicher, im Frühling sieht man alles nicht mehr so düster, das Leben ist schön, wir sind gut drauf und könnten die ganze Welt umarmen!!

Ausserdem stärkt die Sonne unsere Immunabwehr, so sind wir meist im Winter, wo es öfter mal grau und düster draussen ist, öfter krank als im Sommer.

Die Sonne hilft unserer Haut, das wissen alle die an Schuppenflechte, Neurodermitis oder Akne leiden. Entzündungen und Juckreiz werden gemildert, die Talgdrüsenproduktion gehemmt.

Und dann ist da noch das Vitamin D! Nur mit Hilfe der Sonne, genaugenommen der UVB-Strahlen, kann unser Körper dieses wichtige, fettlösliche Vitamin produzieren. Es ist das einzige Vitamin, das wir selbst herstellen können. Ja, man kann es auch über die Nahrung zu sich nehmen, zum Beispiel in Form von fettreichem Fisch oder Pilzen, aber daraus decken wir maximal 20 Prozent des Vitamin-D-Bedarfs.

Wofür ist Vitamin D wichtig?

Vitamin D ist lebensnotwendig. Es ist am Kalzium- und Phosphatstoffwechsel beteiligt und fördert deren Aufnahme im Darm. Es unterstützt den Knochenaufbau und beeinflusst verschiedene Hormone und auch das Immunsystem.

Wir brauchen es also für unsere Knochen, unsere Zähne und auch für unsere Muskeln. Ein Mangel kann zu Osteoporose (verringerte Knochendichte), schlechten Zähnen und Muskelschwund führen. Auch Depressionen oder häufige Infektionskrankheiten hat ein Vitamin-D-Mangel zur Folge. Es wird ausserdem vermutet, dass ein Mangel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ II, Autoimmunerkrankungen und auch Krebs begünstigt.

Du siehst also…dieses Vitamin D ist nicht ganz unwichtig für uns. Etwa 2 von 3 Österreichern haben einen Mangel! Wenn du genau wissen willst wie es um deinen Vitamin-D-Haushalt steht, kannst du beim Arzt eine Blutuntersuchung machen lassen.

Was kann ich tun?

Tanke im Sommer ausreichend Sonne! Zwischen April und September ist die beste Zeit dafür. Natürlich auch hier in Maßen, zuviel Sonne macht Falten, Sonnenbrand und erhöht das Hautkrebsrisiko. Aber 10 – 15 Minuten am Tag (je nach Hauttyp) kann man die Arme, Beine und das Gesicht ruhig in die Mittagssonne halten, bevor man sich eincremt. Durchs Eincremen werden nämlich die UVB-Strahlen abgeschirmt und somit die Vitamin-D-Produktion gestoppt.

Wenn du in einem Büro arbeitest, oder dich vorwiegend drinnen aufhältst, dann nutze am besten die Mittagspause für einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft, oder wenigstens ein kurzes Sonnenbad im Park. Die Abendsonne nützt nämlich nicht mehr viel, da sie zu niedrig steht. Auch durch Fensterscheiben kommt die UVB-Strahlung nicht, es bringt also nix wenn die Sonne durch dein Bürofenster scheint.

Genug Sonne getankt?

Dann darfst du deine Haut nun schützen! Zuviel Sonne macht Sonnenbrand, Hautkrebs und Falten, das wissen wir alle. Wenn du also ausreichend Sonnenstrahlen getankt hast, ist es wichtig dich einzucremen. Ich bin kein Fan von gekauften Sonnencremes. Zu klebrig, zu lange auf der Haut, zu stinkig, zu viel Chemie drin.

Von meinen Kräutermädls aus’m Kurs hab ich letzten Sommer ein tolles Rezept für eine selbstgemachte Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 20 gekriegt, und ich bin begeistert!!

Riecht lecker, pflegt die Haut und hält Mücken fern!! Für alle die auch genug von den gekauften Sonnencremes haben, hier das Rezept:

Selbstgemachte Sonnencreme Lichtschutzfaktor 20

Zutaten:

  • 30g Bienenwachs (gibt’s beim Imkerverband oder im Internet)
  • 300g Kokosöl
  • 36,3g Zinkoxid non-nano (Apotheke)

Zubereitung:

Bienenwachs und Kokosöl im Wasserbad schmelzen, vom Herd nehmen. Zinkoxid dazugeben (ev. Mundschutz verwenden, damit man nix einatmet) und mit einem Stabmixer gut verrühren! Nur wenn das Zinkoxid gut untergemischt ist hat man ausreichenden Lichtschutzfaktor.

Die Masse in kleine Töpfchen oder geeignete Gefäße abfüllen und kalt stellen. Die Creme wird dann so fest wie Kokosöl, lässt sich also nicht pumpen oder sprühen!

Non-nano heisst, dass die Partikel groß genug sind, damit sie nicht IN die Haut gelangen, sondern eine Schutzschicht AUF der Haut bilden.

In diesem Sinne…lasst uns Sonne tanken!! Ich geh‘ dann mal raus…

Tanja

PS: Ich liebe diese Sonnencreme, und vertrage sie auch super, ich gebe jedoch keine Gewähr auf Wirkung und Verträglichkeit! Ich bin kein Arzt oder Pharmazeut, das Nachmachen des Rezepts liegt in eurem Ermessen.

 

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