So scheee! Skitour auf die Lampsenspitze, 2.876m

Zur Zeit komm‘ ich nicht allzu viel raus, die Abschlussprüfung naht und der Lernstoff wird irgendwie nicht weniger. Meine Freundin Nicole hat es am Samstag dennoch geschafft mich hinter’m Schreibtisch hervorzuholen. Und ganz ehrlich…mit genügend Sauerstoff im Kopf klappt es dann auch mit dem Lernen besser.

Ok…allzu viel Überzeugungsarbeit musste Nicole diesmal nicht leisten, eine SMS hat gereicht, und ich war dabei. Skitour auf die Lampsenspitze? Logisch!!

Nicole holt mich netterweise von zuhause ab und wir düsen mit ihrem flitzigen Flitzer vom Stubaital über die Autobahn bis zur Abfahrt Sellrain/Kematen/Kühtai und weiter ins Sellraintal. Bei Gries biegen wir links weg ins Lüsenstal und hinauf nach Praxmar. Dort gibt es das Alpengasthaus Praxmar und einen großen, kostenpflichtigen Parkplatz (4€). Hier parken wir, schnallen uns die Ski an und gehen los.

Wir sind definitiv nicht die Einzigen, die da heute hoch wollen, der Parkplatz ist schon fast voll als wir ankommen. Kein Wunder, immerhin ist die Tour auf die Lampsenspitze eine sehr schöne und kaum lawinengefährlich. Wir haben Lawinenwarnstufe 2, also alles im grünen Bereich.
Unsere Lawinenpiepsgeräte haben wir natürlich trotzdem umgeschnallt und checken diese gleich beim ‚Pieps-Check-Point‘. Es piepst…alles gut.

1.190 Höhenmeter, knappe 5 Kilometer und laut Karte 3h 15 min Gehzeit liegen vor uns…wir sind uns noch nicht ganz sicher ob wir fit genug sind, aber wir sind motiviert!

Interessant auch: Auf dem Weg zur Lampsenspitze gibt es einen Ski-Touren-Lehrpfad! Immer wieder passieren wir Tafeln auf denen einfach und nachhaltig Sicherheitsinputs zur Lawinenkunde vermittelt werden. Auch wenn ich schon einen Lawinenkurs besucht habe und Nicole auch ganz frisch von einem kommt, so eine Auffrischung schadet wirklich nie.

Wir gehen also los, und nehmen den mittleren Weg hinauf Richtung Lampsenspitze. Der Parkplatz in Praxmar ist nämlich auch Ausganspunkt zum Zischgeles, 3.004m und zum Grießkogel, 2.710. Aber die kommen ein anderes Mal dran.

Der Weg führt zuerst noch durch einen lichten Wald, bald sind wir aus diesem aber draussen und nach ca. 1,5 Stunden machen wir kurze Rast unterhalb des Schönbichls. Wir haben ungefähr die Hälfte der Strecke geschafft…der Gipfel ist aber noch seeeehr weit weg.

Nun ja…weiter gehts. Der Weg ist sehr schön, durch frisch verschneites wunderschönes Gelände marschieren wir tapfer dahin. Irgendwann, nach 2,5 Stunden schwinden unsere Kräfte. Nicole legt mal eine Pause ein, ich gehe weiter, stehenbleiben geht grad gar nicht.

Nach gut 3 Stunden bin ich beim Skidepot, hier lass ich Ski und Rucksack zurück und stapfe zu Fuß die restlichen Meter bis zum Gipfel…Geschafft! Jippiiee!

Wir genießen die Aussicht und die Sonne da oben ausgiebig, bevor wir die Ski anschnallen und runterfahren. Die Abfahrt macht auch Spaß, auch wenn es zwischendurch unangenehm knartscht weil ein paar Steine rausschaun. Egal…! Das letzte Stück fahren wir dann entlang der Rodelbahn hinunter.

Unten angekommen kehren wir im Alpengasthof Praxmar zu Speis und Trank ein und stoßen mit einem Radler auf diese anstrengende aber wunderschöne Tour an. Das ham wir uns heute redlich verdient, würd ich sagen.

Fazit: Ich muss definitiv an meiner Kondition arbeiten, aber es war wieder mal ein traumhaftes Tagl!!

Sonnige Grüße!

Tanja

 

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