Der Lichtsee spiegelglatt mit Blick Richtung Tribulaune

Der Lichtsee im Obernbergtal. Wer mich kennt, der weiß, dass ich Seen mag. Immerhin bin ich in Salzburg aufgewachsen, im Flachgau, ganz in der Nähe vom Salzkammergut. Umgeben von Seen also.

Ich bin einfach eine richtige Wasserratte. Als es mich dann nach Tirol verschlug, dachte ich zuerst: So, das wars jetzt mit dem spontanen Sprung ins kühle Nass.

Aber…mit der Zeit wurde ich erfinderisch, und vor allem: Eines Besseren belehrt! Tirol hat so einiges an Seen zu bieten, dafür muss man sich eigentlich nur ein wenig abhärten. Es geht doch nichts über eine richtige Erfrischung nach einer anstrengenden Wanderung in einem traumhaft kühlen Bergsee, oder?

Ok, ich verstehe, dass das nicht jedermanns (und jederfraus) Sache ist, aber versuch‘ es unbedingt mal, danach fühlst du dich wie neu geboren und kannst richtig erfrischt weiterwandern.

Aber auch wenn du nicht so gerne in einen Bergsee springen magst, einen Besuch sind sie auf alle Fälle wert.

Wanderung zum Lichtsee im Obernbergtal

Meine heutige Wanderung führte mich und einen guten Freund an den Lichtsee im Obernbergtal. Zum Lichtsee führen mehrere Wege, zum Beispiel von Obernberg aus über die Obernberger Mähder, oder auch vom Gschnitztal über die Trunahütte.

Wir hatten unsere Paragleitschirme dabei und waren etwas ‚gehfaul‘, also entschieden wir uns mit dem Lift der Bergeralm auf’s Nösslachjoch zu fahren und dann am Grat entlang zum Lichtsee rüberzuspazieren.

HIER findest du Details zu unserer Tour zum Lichtsee.

An der Bergstation angekommen bot sich uns ein traumhafter Ausblick sowie spätsommerliche Temperaturen. So hatten wir in der Früh im Stubaital noch frische 8 Grad, oben am Gipfel des Nösslachjochs konnten wir bereits die erste Schicht ablegen. Kurz darauf flog die zweite Schicht und wir wanderten im T-Shirt durcht die traumhafte Bergwelt.

Außerdem haben die Heidelbeerstauden bereits begonnen sich bräunlich/orange zu verfärben, was für eine richtig herbstliche Stimmung auf der ganzen Tour sorgte.

Wir wanderten über den Eggerberg und das Eggerjoch, vorbei am Leitner Berg hinüber zum Lichtsee. Dieser liegt wunderschön eingebettet auf 2101m.

Dort angekommen, suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen im Gras und packten unser Frühstück aus. Wir beobachteten zwei Mädls mit ihrem Hund, der sich weigerte den Ball aus dem Wasser zu holen. Scheinbar ist das Wasser richtig kalt, wenn schon der Hund nicht rein mag. Hmmm…

Ich streckte kurz einen Zeh ins Wasser und entschied: Das geht! Nur die Harten kommen in den Garten. Also weg mit den Klamotten und schnell in die Fluten gestürzt. Mir blieb dezent die Luft weg, doch frisch. Länger verweilen, geschweige denn eine Runde schwimmen war nicht möglich, bereits nach ein paar Sekunden begann die Kälte weh zu tun…also noch schnell ein Beweisfoto schießen, dann wieder raus.

Bei den sommerlichen Temperaturen heute, war ich aber schnell wieder aufgetaut und getrocknet.

Eine glückliche und erfrischte Tanja

Wir genießen noch ein wenig die Sonne und machen uns dann auf die Suche nach einem geeigneten Startplatz. Wir gehen eine Weile am Grat auf und ab, und entscheiden uns aufgrund der Windverhältnisse zurück zum Leitner Berg aufzusteigen. Von dort starten wir zwar Richtung Süden, fliegen dann aber ins Gschnitztal.

Eine halbe Stunde und einen traumhaften, ruhigen Flug später stehen wir glücklich in Trins, wo wir zuvor ein Auto geparkt haben.

Was für ein wunderschöner Spätsommertag! Wie genießt ihr die letzten, sommerlichen Tage?

Bis bald,

Tanja

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