Do kummt die Sunn – Sonnenaufgang am Blaser (2241m)

Der nicht ganz typische Sonnenaufgangs-Berg…aber dennoch wunderschön! Vor allem weil sich rundherum die höheren Berggipfel schon alle rot verfärben…bis auch der Blaser die ersten Sonnenstrahlen abbekommt. Super für ungeduldige Gipfelstürmer wie mich! 😉

Treffpunkt Trins im Gschnitztal, am Vorabend, 17.00 Uhr. Vollbepackt mit tollen und schweren Sachen, nämlich unserem Fluggerät, Schlafsack, Isomatte, dicker Daunenjacke und Proviant (der Belohnungs-Radler darf auch nicht fehlen), machen wir uns auf den Weg.

weg-zum-blaser

Üblich sind in etwa 2 Stunden Gehzeit, mit 16 Kilo am Buckl geht sich’s allerdings etwas langsamer. Da das die erste Hike & Sleep & Fly – Tour in diesem Jahr ist, sind auch unsere Knochen noch nicht an das schwere Gewicht am Rücken gewöhnt…mühsam schleppen wir uns den Berg hinauf.

Wir entscheiden uns für die Forststraße…was im Nachhinein gesehen auch nicht unbedingt die beste Entscheidung war. Viele Meter für wenig Höhenmeter.

ausblick-geniessen-blaser

Aber…ca. 2,5 Stunden nach Abmarsch kommen wir völlig fertig (haha – wirklich – wo ist nur meine Kondition geblieben?!) an der Blaserhütte an. Wir beschließen unser Lager unweit der Hütte aufzuschlagen, etwas versteckt in den Latschen, und morgen früh rechtzeitig die restlichen Höhenmeter auf den Gipfel zu machen.

ausblick-im-schlafsack

Gesagt, getan…wir machen es uns gemütlich, kuscheln uns in unsere Schlafsäcke und schauen in den Sternenhimmel bis der Schlaf uns einholt. Dieser will jedoch nicht recht lange bei mir bleiben und so genieße ich den Ausblick. Traumhaft…die Milchstraße ist direkt über mir. Ausserdem hat der Perseidenregen vor kurzem sein Maximum erreicht, und so zähle ich in dieser Nacht 11 Sternschnuppen. So viele Wünsche hab ich gar nicht.

Rechtzeitig vor Sonnenaufgang klingelt der Wecker und holt mich aus meinem doch noch wiedergekehrten Schlaf. Jetzt schnell warm anziehen und rauf auf den Gipfel.

serles-im-morgenrot

So sehr hätten wir uns gar nicht beeilen müssen, denn zum angegebenen Zeitpunkt lässt sich die Sonne noch lange nicht blicken. Dennoch ist das Spektakel um uns herum sehenswert. Zuerst beginnt die Spitze des Habichts (3277m) zu leuchten, gleich darauf erstrahlt die Serles (2718m) im Morgenrot. Und dann sind auch wir dran.

tanja-im-sonnenaufgang

Immer wieder schön. Ich glaub davon kann ich nie genug kriegen.

Zurück beim Lager packen wir unseren sieben Sachen zusammen und hinterlassen den Platz so wie wir ihn vorgefunden haben.

Den Gleitschirm schon ausgepackt, stellen wir fest dass es am Blaser wegen zuviel Wind aus der falschen Richtung leider nicht startbar ist. Der Berg hat seinen Namen nicht umsonst! Hmmm….wir raffen den ganzen Krempl wieder zusammen und versuchen unser Glück auf der benachbarten Peilspitze. Hier sind wir etwas mehr geschützt, und die aufkommende Thermik hilft uns in die Luft zu kommen! Geschafft!

paragleiter-in-der-luft

Wir fliegen! Zurück ins Tal, zurück in den Alltag!

Wie startest du deinen Tag so?

xxx

Tanja

 

 

 

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